Drs. Catharina Harasko - van der Meer, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie bei Wr. Neustadt / Neunkirchen
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Kopfschmerzen - was nun?
 

 
Es gibt fast keine Menschen, die noch nie in ihrem Leben Kopfschmerzen hatten. Andererseits werden viele von immer wieder zurückkehrenden oder sogar anhaltenden Kopfschmerzen geplagt. Diese können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Außerdem entstehen bei vielen Betroffenen früher oder später Ängste, ob eine ernstere Erkrankung dahinter stecken könnte. Wie gehen Sie nun damit um?

Es wäre schade, den Kopf in den Sand zu stecken, weil es viele wirksame Therapien gibt. Gerade bei der Migräne sind in den letzten Jahren einige neue Medikamente verfügbar geworden, die alle älteren Therapien in den Schatten stellen. Aber auch z.B. bei Spannungskopfschmerzen wirken eine individuelle Beratung und Medikation oft Wunder.

Bevor es jedoch soweit ist, ist eine genaue neurologische Untersuchung und Diagnosestellung notwendig. Denn nicht alle Kopfschmerzen sind gleich und jede Art von Kopfschmerzen braucht ihre eigene Therapie. Im Gespräch mit dem Neurologen und bei der körperlichen Untersuchung können dem Betroffenen oft bereits viele Ängste genommen werden. Manchmal ist aber auch eine bildgebende Zusatzuntersuchung notwendig. Es können auch Zusammenhänge mit inneren Krankheiten vorliegen.

Alarmzeichen wären plötzliche, von der einen auf die andere Sekunde einsetzende, noch nie dagewesene Kopfschmerzen "wie ein Donnerschlag aus heiterem Himmel". Da empfiehlt es sich, den Notarzt zu rufen, weil eine Gehirnblutung vorliegen kann. Auch Kopfschmerzen die mit Lähmungen oder Sprachstörungen einhergehen, gehören sofort ins Spital. Bei sehr heftigen Kopfschmerzen mit hohem Fieber sollte eine Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden. Bei länger anhaltenden oder rückkehrenden Kopfschmerzen, die bei vorher nie betroffenen Personen neu entstehen oder bei Schmerzen, die ihre Art ändern, sollte eine Untersuchung beim Neurologen nicht auf die lange Bank geschoben werden.
 

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